Medizinisch geprüft von PD Dr. med. Arash Najafi · Stand: Oktober 2026
Kurz beantwortet
Die IRZ behandelt Erkrankungen der Arterien und Venen endovaskulär, also von innen durch einen Katheter über minimale Zugänge. Das Spektrum reicht von PAVK, Aortenaneurysma, Nierenarterienstenose, chronischer Mesenterialischämie und vaskulären Malformationen bis zu Krampfadern, tiefer Venenthrombose und May-Thurner-Syndrom, TIPS bei portaler Hypertension, viszeralen Aneurysmen und dem V.-cava-superior-Syndrom.
Das Gefässsystem ist das Transportnetz des Körpers. Arterien bringen sauerstoffreiches Blut in jeden Winkel, und Venen führen es zurück zum Herzen. Wenn dieses Netz an irgendeiner Stelle versagt, spürt man die Folgen: Beinschmerzen beim Gehen, Schwellungen, nicht heilende Wunden oder im schlimmsten Fall ein Aortenaneurysma kurz vor der Ruptur.
Die endovaskuläre Therapie, also die Behandlung von Gefässerkrankungen von innen durch den Katheter, hat die Gefässmedizin in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert.
Eingriffe, die früher eine mehrstündige offene Operation erforderten, werden heute über minimale Zugänge in der Leiste durchgeführt.
Die IRZ behandelt als Partner des Vaskulären Zentrums Zürich (VZZ) ein breites Spektrum vaskulärer Erkrankungen: arterielle wie venöse, akute wie chronische, lebensbedrohliche ebenso wie solche, die die Lebensqualität einschränken.
Unsere Behandlungen
Gefässe, Arterien & Venen im Überblick
PAVK (Schaufensterkrankheit)
Verstopfte Beinarterien durch Arteriosklerose, das «Schaufensterleiden», verursachen Beinschmerzen beim Gehen; unbehandelt können im Verlauf – bei einem Teil der Betroffenen – nicht heilende Wunden bis hin zur Amputationsgefahr drohen. Ballonangioplastie, Stentimplantation und Lithotripsie können die Gefässe wiedereröffnen und die Durchblutung der Beine deutlich verbessern.
Aortenaneurysma
Krankhaft ausgeweitete oder eingerissene Hauptschlagadern können bei einer Ruptur tödlich sein. Die endovaskuläre Aortenreparatur (EVAR für den Bauchbereich, TEVAR für den Brustbereich) stabilisiert die Aorta mit einer Endoprothese, die über die Leistenarterien eingebracht wird – schonender und mit kürzerem Spitalaufenthalt als die offene Chirurgie.
Nierenarterienstenose
Eine Verengung der Nierenarterien kann zu schwer behandelbarem Bluthochdruck und nachlassender Nierenfunktion führen. Die IRZ behandelt ausgewählte Patienten – insbesondere bei fibromuskulärer Dysplasie – durch Ballonangioplastie mit oder ohne Stent.
Chronische Mesenterialischämie
Verstopfte Darmgefässe können zur Angina abdominalis führen, die sich klassischerweise durch Gewichtsverlust, Bauchschmerzen nach dem Essen und Durchfall äussert. Diese chronischen Engstellen werden durch Angioplastie mit Stent behandelt.
Vaskuläre Malformationen
Angeborene Fehlbildungen von Arterien, Venen oder Lymphgefässen können überall im Körper auftreten und Schmerzen, Schwellungen oder Blutungen verursachen. Embolisation und Sklerosierung sind die zentralen Behandlungsverfahren, manchmal in Kombination mit Chirurgie.
Krampfadern
Wenn Venenklappen versagen und das Blut in den Beinen zurückfliesst, entstehen Krampfadern. Radiofrequenzablation und Lasertherapie (EVLT) verschliessen die Krampfadern von innen – ambulant, praktisch ohne Narben, mit schneller Erholung.
Tiefe Venenthrombose und May-Thurner-Syndrom
Ausgedehnte Beckenvenenthrombosen können durch kathetergesteuerte Thrombolyse oder Thrombektomie rasch behandelt werden. Das May-Thurner-Syndrom, eine Kompressionsstenose der linken Beckenvene, lässt sich in den meisten Fällen durch eine Stentimplantation langfristig beheben.
Portale Hypertension und TIPS
Bei Lebererkrankungen kann der Druck in der Pfortader gefährlich ansteigen. Der TIPS (transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Shunt) senkt diesen Druck und verringert deutlich das Risiko lebensbedrohlicher Varizenblutungen – ein anspruchsvoller, aber klar definierter Eingriff der Interventionellen Radiologie. Auch bei einer Pfortaderthrombose kann der TIPS den Blutfluss in der Pfortader wiederherstellen.
Viszerale Aneurysmen
Seltene, aber bei einer Ruptur lebensbedrohliche Ausbuchtungen der Eingeweidearterien (Milz, Leber, Niere) werden durch Embolisation oder Stentgraft minimal-invasiv ausgeschaltet – ohne Bauchoperation.
V.-cava-superior-Syndrom
Eine tumorbedingte Kompression der oberen Hohlvene führt zu Schwellungen von Gesicht, Hals und Armen. Eine Stentimplantation in die komprimierte Vene bringt rasche Linderung – ein palliativ sehr wertvoller, schnell wirksamer Eingriff.
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PD Dr. med. Arash Najafi
Facharzt FMH Radiologie, Spezialisierung Interventionelle Radiologie
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Facharzt FMH Radiologie, Spezialisierung Interventionelle Radiologie
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