Nierenarterienstenose: Verengte Nierenarterie behandeln – Angioplastie und Stent in Zürich

Medizinisch geprüft von PD Dr. med. Arash Najafi · Stand: Oktober 2026

Kurz beantwortet

Bei einer Nierenarterienstenose sind eine oder beide Nierenarterien verengt, und die Niere bekommt zu wenig Blut. Die IRZ in Zürich behandelt die Engstelle mit einer Ballonangioplastie (PTA) der Nierenarterie, bei Bedarf ergänzt durch einen Stent; der Zugang erfolgt über die Leistenarterien. Voraussetzung ist eine sorgfältige Abklärung mit Duplex, CT-Angiographie und gegebenenfalls Renin-Lateralisation.

Wenn eine oder beide Nierenarterien verengt sind, bekommt die Niere zu wenig Blut.

Die IRZ Zürich behandelt ausgewählte Patienten – insbesondere bei fibromuskulärer Dysplasie – durch Ballonangioplastie mit oder ohne Stent.

Auf einen Blick

Verfahren

Ballonangioplastie (PTA) der Nierenarterie, bei Bedarf ergänzt durch einen Stent; Zugang über die Leistenarterien

Abklärung

Duplex, CT-Angiographie, gegebenenfalls Renin-Lateralisation

Vorbereitung

Nüchtern (6 Stunden)

Aufenthalt

Ambulant oder 1–2 Übernachtungen

Nach dem Eingriff

Leichte Flankenschmerzen und Druckgefühl in der Leiste für 1–2 Tage sind normal

Was passiert bei einer Nierenarterienstenose?

Ursache und Folgen

Ist eine Nierenarterie verengt, registriert die Niere einen «vermeintlichen» Blutdruckabfall und aktiviert das Renin-Angiotensin-System – was zu einem schwer behandelbaren Hochdruck führen und die Nierenfunktion langfristig schädigen kann.

Wie wird eine Nierenarterienstenose behandelt?

Ballonangioplastie und Stent

Vorbereitung

Nüchternheit (6 Stunden) ist erforderlich.

Zugang

Der Zugang erfolgt über die Leistenarterien.

Ballonangioplastie und Stent

Ballonangioplastie (PTA) der Nierenarterie; bei arteriosklerotischen Engstellen ergänzt durch eine Stentimplantation, bei fibromuskulärer Dysplasie meist ohne Stent.

Aufenthalt

Ambulant oder mit 1–2 Übernachtungen.

Für wen ist die Behandlung geeignet?

Sorgfältige Abklärung als Voraussetzung

Vor allem für Patienten mit fibromuskulärer Dysplasie und Bluthochdruck. Bei arteriosklerotischer Nierenarterienstenose ist eine Gefässaufdehnung nur in ausgewählten Fällen sinnvoll, wenn trotz optimaler Medikamente schwerwiegende Probleme bestehen; dies entscheiden wir gemeinsam mit Ihrem Nephrologen und Kardiologen.

Eine sorgfältige Abklärung (Duplex, CT-Angiographie, gegebenenfalls Renin-Lateralisation) ist Voraussetzung. Bei fibromuskulärer Dysplasie sind die Erfolgsaussichten umso besser, je jünger die Patienten sind und je früher nach der Diagnose der Hypertonie behandelt wird.

Häufige Fragen zur Nierenarterienstenose

FAQ

Das hängt von der Ursache ab. Bei fibromuskulärer Dysplasie – einer nicht-arteriosklerotischen Gefässveränderung, die vor allem jüngere Menschen betrifft – bessert sich der Blutdruck nach einer Ballonaufdehnung häufig; bei etwa einem Drittel bis knapp der Hälfte normalisiert er sich sogar ohne Medikamente. Bei arteriosklerotischen Engstellen haben grosse randomisierte Studien (ASTRAL, CORAL) dagegen keinen generellen Vorteil des Stents gegenüber einer guten medikamentösen Therapie für Blutdruck, Nierenfunktion oder Herz-Kreislauf-Ereignisse gezeigt; ein Eingriff kommt hier nur in ausgewählten Situationen in Frage. Zudem ist nicht bei jedem Patienten mit Nierenarterienstenose der Hochdruck allein dadurch bedingt – die Abklärung ist entscheidend.

Nach Angioplastie oder Stentimplantation der Nierenarterie sind leichte Flankenschmerzen und ein Druckgefühl in der Leiste für 1–2 Tage normal.

Bitte kontaktieren Sie uns umgehend bei:

  • Starken Flankenschmerzen (möglicher Niereninfarkt oder Dissektion – selten)
  • Starken Blutdruckschwankungen in den ersten Tagen
  • Starker Schwellung in der Leiste
  • Fieber über 38,5 °C
Wissenschaftliche Referenzen
  1. Randomisierte Studie ASTRAL Investigators; Wheatley K, Ives N, Gray R, et al. Revascularization versus medical therapy for renal-artery stenosis. N Engl J Med. 2009;361(20):1953–1962. PubMed ↗
  2. Metaanalyse Trinquart L, Mounier-Vehier C, Sapoval M, et al. Efficacy of revascularization for renal artery stenosis caused by fibromuscular dysplasia: a systematic review and meta-analysis. Hypertension. 2010;56(3):525–532. PubMed ↗

Literatur geprüft im Oktober 2026

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