Medizinisch geprüft von PD Dr. med. Arash Najafi · Stand: Oktober 2026
Kurz beantwortet
Bei der chronischen Mesenterialischämie sind die Arterien, die den Darm versorgen, durch Arteriosklerose verengt; typisch sind Oberbauchschmerzen nach dem Essen und Gewichtsverlust. Die IRZ in Zürich dehnt die betroffene Darmarterie über einen Zugang in der Leiste mit einem Ballon auf und setzt einen Stent ein. Der Eingriff ist minimal-invasiv, der Spitalaufenthalt kurz.
Die chronische Mesenterialischämie entsteht, wenn die Arterien, die den Darm versorgen (A. mesenterica superior und inferior, Truncus coeliacus), durch Arteriosklerose verengt sind. Der Darm bekommt dann zu wenig Blut.
Die IRZ behandelt verengte Darmgefässe als Partner des Vaskulären Zentrums Zürich (VZZ) durch Ballonangioplastie und Stent.
Auf einen Blick
Welche Beschwerden verursacht eine Mesenterialischämie?
Symptome erkennen
Nach dem Essen benötigt der Darm mehr Blut. Sind die Gefässe verengt, kommt es zu typischen Beschwerden:
Wie wird die Diagnose gestellt?
Stammen die Beschwerden wirklich von den Darmgefässen?
Die Diagnose stützt sich auf den Nachweis verengter Mesenterialgefässe in der Bildgebung (CT-Angiographie/Duplex) in Kombination mit dem typischen klinischen Bild (postprandialer Schmerz, Gewichtsverlust). Meist sind zwei oder mehr Gefässe betroffen, aber auch eine einzelne hochgradige Engstelle kann die Beschwerden verursachen – die Beurteilung erfolgt deshalb interdisziplinär. Andere Ursachen (z. B. Magenerkrankungen) müssen ausgeschlossen sein.
Wie wird die Mesenterialischämie behandelt?
Ballonangioplastie und Stent
Nach dem Eingriff
Was normal ist und wann Sie uns kontaktieren sollten
Nach der Stentimplantation in die Mesenterialarterie sind leichte Bauchkrämpfe und ein Druckgefühl für 1–2 Tage normal.
Bitte kontaktieren Sie uns oder die Notfallstation umgehend bei:
- Starken, plötzlichen Bauchschmerzen (mögliche Darmischämie – Notfall)
- Übelkeit, Erbrechen und Fieber in Kombination
- Blut im Stuhl
Wissenschaftliche Referenzen
- Übersichtsarbeit Sreenarasimhaiah J. Chronic mesenteric ischemia. Best Pract Res Clin Gastroenterol. 2005;19(2):283–295. PubMed ↗
- Fallserie van Dijk LJD, Moons LMG, van Noord D, et al. Persistent symptom relief after revascularization in patients with single-artery chronic mesenteric ischemia. J Vasc Surg. 2018;68(3):779–785. PubMed ↗
Literatur geprüft im Oktober 2026
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Anfrage
Online, per Telefon oder über Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Wir melden uns innert eines Werktages.
Abklärung & Beratung
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Eingriff
Ambulant am INURAD oder stationär an der Klinik Hirslanden – je nach Eingriff.
Nachsorge
Kontrolltermine und ein Bericht an Ihre zuweisende Ärztin oder Ihren zuweisenden Arzt.
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Wir beraten Sie persönlich, diskret und unverbindlich. Vereinbaren Sie jetzt Ihr Beratungsgespräch.
Indikation
Chronische Mesenterialischämie mit typischem klinischem Bild (postprandiale Schmerzen, Gewichtsverlust) und Stenosen der Mesenterialarterien in der Bildgebung, nach Ausschluss anderer Ursachen.
Hilfreiche Unterlagen
CT-Angiographie oder Duplexsonographie der Mesenterialarterien; gastroenterologische Vorbefunde (z. B. Magenspiegelung), Gewichtsverlauf und aktuelle Medikamentenliste.
So weisen Sie zu
Zuweisungsformular per E-Mail an irz@hirslanden.ch oder Anruf unter +41 44 387 25 84. Wir melden uns innert eines Werktages und senden Ihnen nach dem Eingriff einen Bericht.
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