Medizinisch geprüft von PD Dr. med. Arash Najafi · Stand: Oktober 2026
Kurz beantwortet
Chondroblastome sind seltene gutartige Knochentumoren, die typischerweise an den Gelenkenden (Epiphysen) der langen Röhrenknochen junger Patienten auftreten und Schmerzen sowie Gelenkbeschwerden verursachen können. Als minimal-invasive Alternative zur chirurgischen Kürettage wird unter CT-Kontrolle eine Elektrode (RFA) oder eine Cryosonde (Cryoablation) in den Tumor eingeführt: Hitze oder Kälte zerstört das Tumorgewebe direkt im Knochen.
Chondroblastome sind seltene gutartige Knochentumoren, die typischerweise an den Epiphysen (Gelenkenden) der langen Röhrenknochen junger Patienten auftreten. Sie können Schmerzen und Gelenkbeschwerden verursachen.
Die klassische Behandlung ist die chirurgische Kürettage – mit dem Risiko eines Rezidivs und der Schwierigkeit des Zugangs in Gelenknähe.
Auf einen Blick
Was sind Chondroblastome?
Seltene Knochentumoren an den Gelenkenden
Typische Merkmale von Chondroblastomen:
Wie funktionieren RFA und Cryoablation?
Perkutan unter CT-Kontrolle
Beide Verfahren werden perkutan, also durch die Haut, unter CT-Kontrolle durchgeführt:
Beide Verfahren zeigen gute Heilungsraten und sind besonders attraktiv für Tumoren in anatomisch schwierigen Lokalisationen (z. B. proximaler Humerus, proximale Tibia, proximales Femur).
Kürettage oder Ablation?
Die Verfahren im Vergleich
Häufige Fragen zu Chondroblastomen
FAQ
Die Wahl hängt von der genauen Lage des Tumors ab. In Gelenknähe kann die Cryoablation vorteilhaft sein, da sie den Gelenkknorpel besser schont als Hitze. Bei weniger gelenknahen Tumoren ist die RFA sehr wirksam. Die Entscheidung treffen wir nach detaillierter Analyse der CT-Bildgebung.
Ja, Lokalrezidive sind möglich, wie auch nach einer Kürettage, und können erneut abladiert werden. Regelmässige Bildgebungskontrollen nach dem Eingriff sind wichtig.
Nach der Ablation eines Chondroblastoms sind lokale Schmerzen und eine Schwellung am behandelten Knochen für einige Tage normal. Bei gelenknaher Lage kann vorübergehend etwas Gelenkerguss entstehen.
Bitte kontaktieren Sie uns umgehend bei:
- Plötzlich starken Schmerzen mit Fehlstellung (mögliche Fraktur)
- Fieber über 38,5 °C
- Starker Zunahme des Gelenkergusses, verbunden mit Fieber (mögliche Gelenkinfektion)
- Neuen oder zunehmenden Gelenkschmerzen beim Belasten in den Wochen bis Monaten nach dem Eingriff (möglicher Einbruch der Gelenkfläche)
Wissenschaftliche Referenzen
- Metaanalyse Sulaiman SR, Al-Zubaidi SAM, Sakrana AA. Radio frequency ablation for the treatment of appendicular skeleton chondroblastoma: is it an excellent alternative? Systematic review and meta-analysis. Indian J Radiol Imaging. 2022;32(4):523–530. PubMed ↗
- Retrospektive Studie Rybak LD, Rosenthal DI, Wittig JC. Chondroblastoma: radiofrequency ablation – alternative to surgical resection in selected cases. Radiology. 2009;251(2):599–604. PubMed ↗
Literatur geprüft im Oktober 2026
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Indikation
Chondroblastome an den Epiphysen der langen Röhrenknochen bei jungen Patienten mit Schmerzen oder Gelenkbeschwerden, als minimal-invasive Alternative zur chirurgischen Kürettage.
Hilfreiche Unterlagen
Aktuelle Bildgebung, insbesondere CT, sowie Vorbefunde.
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