Tunnelierter Hämodialysekatheter: Zuverlässiger Zugang für die Blutwäsche – Implantation in Zürich

Medizinisch geprüft von PD Dr. med. Arash Najafi · Stand: Oktober 2026

Kurz beantwortet

Ein tunnelierter Hämodialysekatheter ermöglicht die Hämodialyse über einen zentralvenösen Zugang, wenn eine AV-Fistel nicht möglich oder noch nicht reif ist. Der Katheter wird über die Halsvene in den rechten Vorhof gelegt und verläuft durch einen Tunnel unter der Haut. Die IRZ implantiert ihn unter Ultraschall- und Fluoroskopie-Kontrolle, wechselt ihn bei Fehlfunktion oder Infektionsverdacht und behandelt Komplikationen.

Für Patientinnen und Patienten, die auf Hämodialyse angewiesen sind, implantiert und wechselt die IRZ in Zürich tunnelierte Hämodialysekatheter und behandelt Komplikationen, jeweils bildgesteuert.

Auf einen Blick

Einsatz

Wenn eine AV-Fistel nicht möglich oder noch nicht reif ist

Verfahren

Tunnelierter Katheter über die Halsvene in den rechten Vorhof, eingelegt unter Ultraschall- und Fluoroskopie-Kontrolle

Liegedauer

Bei korrekter Pflege und ohne Komplikationen über Jahre möglich

Erholung

Leichter Schmerz an der Einstichstelle und Druckgefühl am Hals für 1–2 Tage sind normal

Wann braucht es einen tunnelierten Hämodialysekatheter?

Zentralvenöser Zugang für die Blutwäsche

Wenn eine AV-Fistel nicht möglich oder noch nicht reif ist, ermöglicht ein tunnelierter Hämodialysekatheter die Hämodialyse über einen zentralvenösen Zugang. Der Katheter wird über die Halsvene in den rechten Vorhof gelegt – durch einen subkutanen Tunnel, der das Infektionsrisiko senkt.

Was bietet die IRZ beim Hämodialysekatheter an?

Implantation, Wechsel und Behandlung von Komplikationen

Implantation neuer tunnelierter Hämodialysekatheter unter Ultraschall- und Fluoroskopie-Kontrolle

Katheterwechsel bei Fehlfunktion oder Infektionsverdacht

Behandlung von Fibrinscheiden durch Thrombolyse, Katheterwechsel (ggf. mit Ballon-Aufdehnung der Fibrinscheide) oder Stripping

Diagnostik bei Katheterdysfunktion

Nach dem Beratungsgespräch erhalten Sie ein detailliertes Patienteninformationsblatt.

Nach dem Eingriff

Was normal ist – und wann Sie sich melden sollten

Nach der Implantation eines tunnelierten Hämodialysekatheters sind ein leichter Schmerz an der Einstichstelle und ein Druckgefühl am Hals für 1–2 Tage normal.

Bitte kontaktieren Sie uns oder Ihr Dialysezentrum umgehend bei:

  • Rötung, Schwellung oder eitrigem Ausfluss an der Katheterstelle oder entlang der Tunnelstrecke (Infektionszeichen – bitte sofort melden)
  • Fieber über 38,0 °C mit Schüttelfrost (mögliche Kathetersepsis – dringend)
  • Plötzlicher Atemnot oder Brustschmerzen nach der Implantation (möglicher Pneumothorax)

Häufige Fragen zum Hämodialysekatheter

FAQ

Tunnelierte Katheter können über Jahre liegen bleiben, vorausgesetzt, sie werden korrekt gepflegt und sind komplikationsfrei. Zwischen den Dialysesitzungen wird der Katheter regelmässig mit einer Blocklösung (Heparin oder Citrat) gefüllt – das ist wichtig.

Eine Fibrinscheide ist ein Belag aus körpereigenem Eiweiss, der sich um den Dialysekatheter bildet und den Blutfluss durch den Katheter reduziert. Sie kann durch einen katheterseitigen Thrombolyseversuch (Infusion von Lysemittel direkt in den Katheter), durch einen Katheterwechsel über einen Führungsdraht – oft kombiniert mit dem Aufdehnen der Fibrinscheide mit einem Ballon – oder durch mechanisches Stripping (Abziehen der Fibrinscheide mit einem Katheter) behandelt werden.

Fieber, Rötung oder Sekretion an der Katheteraustrittsstelle sowie ein nachlassender Blutfluss oder ein erhöhter Gegendruck beim Dialysieren sind Warnzeichen. Bitte informieren Sie in diesem Fall sofort das Dialysezentrum.

Wissenschaftliche Referenzen
  1. Leitlinie Lok CE, Huber TS, Lee T, et al. KDOQI Clinical Practice Guideline for Vascular Access: 2019 Update. Am J Kidney Dis. 2020;75(4 Suppl 2):S1–S164. PubMed ↗
  2. Leitlinie Dariushnia SR, Wallace MJ, Siddiqi NH, et al. Quality Improvement Guidelines for Central Venous Access. J Vasc Interv Radiol. 2010;21(7):976–981. PubMed ↗
  3. Retrospektive Studie Janne d'Othée B, Tham JC, Sheiman RG. Restoration of patency in failing tunneled hemodialysis catheters: a comparison of catheter exchange, exchange and balloon disruption of the fibrin sheath, and femoral stripping. J Vasc Interv Radiol. 2006;17(6):1011–1015. PubMed ↗

Literatur geprüft im Oktober 2026

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